Transformativer Aktivismus
Die Aufgabe beim tanzen bestand darin, nach seinem Rhythmus und seiner eigenen Eingebung heraus sich zur Musik zu bewegen und eine Geschichte entstehen zu lassen.
Seine eigene Geschichte tanzend, während alle anderen im Raum das gleich tun. Mal mit Augen auf mal zu, mal mit den Gegenständen im Raum, mal frei. Mitten in den Bewegungen saß ich auf dem Boden und meine Beine haben eine Uhr getanzt.
Am nächsten Tag in der Küche unserer WG haben David und ich über unsere Taktung gesprochen. Menschengemachter Takt von äußeren Institutionen, gesellschaftlich konformen Verstrickungen und anderen meist fremdartigen Vorgaben. Fremd im Sinne, dass es eher einer Firma gleicht als einem lebendigen Lebensspiel. Fremd, weil das Umfeld nicht darauf abzielt ein freier, kreativer, sozialer Mensch zu sein bzw. zu werden sondern eher anmutet als ob wichtig wäre sich als Arbeits- und Funktionseinheit den Gegebenheit „die nun mal so sind“ zu beugen.
Wie also sieht es aus, wenn ich zu meinem eigenen Takt lebe? Ihn durch mich klingen lasse? Vielleicht so…!
(MUSIK) David Gitarrensolo
FAKT ist doch, dass die Welt wie sie ist neue Melodien dringend nötig hat. Die alte Leier von imperialistischer Bandbreite ist ungenießbar und zudem noch destruktiv für uns Menschen und die Erde.
Werde wieder gesund!
Im Grunde bist doch rund
Und bunt in Vielfalt, Nahrung
Und Geschenk.
Lenken wir unsere Aufmerksamkeit in die Tiefe, kommen wir vielleicht umhin die Erde zu fühlen. Denn FAKT ist doch, dass sie unsere echte, wirkliche und unumstößliche Arbeitgeberin ist. Nich wahr? Würden wir uns im Arbeitsvertrag der Erde wiederfinden, hätten wir genug zu essen, zu trinken und könnten uns ausreichend Dächer über den Köpfen bauen UND welch Verrücktheit, dafür bräuchten wir nicht mit Geld zahlen. Einfach unser Tätigkeit, unser gezieltes aktiv sein im Rhythmus der Erde, dessen Teil wir sind entstünde eine Symphonie, die so harmonisch und vielfältig zugleich agiert, dass dieses Stück unüberhörbar durch den WeltenRaum klingt.
Im TAKT der Erde.
Hörst du sie atmen unter dir?
Siehst du die Bäume, die sich wie ein geschriebenes Gedicht gen Himmel sehnen?
Schmeckst du die Lebendigkeit aus ihrer Frucht?
Riechst du den Geruch von Freiheit in der Luft?
Fühlst du ihr Herz in deinem schlagen?
Erlebst du deinen TAKT?
