
Er, der Krieg, er kostet dich Alles.
Denn niemand außer der Krieg gewinnt.
Und der Krieg, der ist ob Kalkül oder Hass,
Ein Geschöpf ohne Räue, ohne Liebe, ohne Melodie.
Nur Krach, nur Wahnsinn und Gewalt.
Zu nichts Wirklichem nütze.
Wenn er dir alles genommen hat,
unabwendbar verloren gegangen ist,
was du liebst,
ist Akzeptanz untanzbar.
Schleier unteilbar.
Zwei Wochen Regen,
nein Trauer ganzer Jahre,
Regen ganzer Leben ist nötig
um den Verlust gehen zu lassen,
dass Trauer fließen kann.
Jemand der alles verloren hat,
Was sein Herz zusammengehalten hat,
Braucht Stützliebe.
Stützräder am Wagen des Lebens.
Lichter die verloschen,
Nachts am Himmel zu sehen,
Flehentlich mit ausgestreckten Armen,
Nur doch dich nicht erreichen.
Wie ist das tanzbar?
Wie soll das geh ́n?
Was kostet Frieden?
Wie schmeckt das Leben?
Ich Lebe, ich glaube zu leben,
die anderen tot. Tod.
Totes wandelt eben auf eigenen Pfaden.
Und ich? Bin Gast auf Erdenwegen,
Du bist weg, weg, nicht hier.
Ihr seid weg, ihr seid tot.
Ich lebe.
Ist es das?
Mein Herz das pulsiert,
Ist es das?
Darin aufgehen,
Aufgeben – dem Leben dienen?
Ich bin verwirrt.
Nur der Nachthimmel weiß das Lied.
Nur die Mondin erschrickt nicht,
Wenn die Toten tanzen.
Über Leben hinweg,
Wenn der Schleier fällt.
Dann, wenn die Sonne blendet,
Die Augen geschlossen,
Erklingt mein Lied zum Tanz.
Tanz den Toten,
Die dem Leben entronnen,
Findet Trost, wo ihr seid.
Ich bin hier und tanze für euch.
Mit offenen Augen.
Nehme wahr,
Was die Klänge mir flüstern,
Die Mauern mir raunen,
Mein Innerstes ausgeflogen.
Losgelöst vom Regen,
Will ich hören was ihr sagt.
Will ich verstehen,
wieder akzeptieren können
Und irgendwann, eines Tages:
Lieben.
Bis dahin;
Ich tanze mein Leben für euch,
In mir.
Und der Krieg?
Der ist ob Kalkül oder Hass,
Ein Geschöpf ohne Räue, ohne Liebe, ohne Melodie.
Nur Krach, Wahnsinn und Gewalt.
Zu nichts Wirklichem nütze.
Tollwütiges Feuer,
Nicht endender Sturm,
Kein Wasser,
Auf betoniertem Boden.
Etwas, das wir nicht sind
Und doch verantworten.
Krieg ist ohne den Menschen.
Krieg ist allein.
Krieg ist kalter Tod.
