Ein Tag im Juni
Synapsen die kommen
TAKT – wir sollten die Anteile umarmen, die wir verändern wollen. Warum? Weil wir es sind. Diese zerstörerischen Anteile und Wirkmechanismen im Gesellschaftssystem sind wir – es sind unsere unbewussten zurückgebliebenen Anteile, die darauf warten sich weiterentwickeln zu dürfen.
So blöd das im ersten Moment für unseren abgetrennten Geist klingt – die Brücke ist Mitgefühl. Damit gehen wir auf den „Feind“ zu und bleiben gleichzeitig mit einer Einladung „zurück“ in liebevoller Distanz für unser eigenes Wohl (Selbstliebe), nicht?
Die Brücke muss bleiben.
Echter Wandel braucht freiwilliges von statten gehen.
Gemeinsames beisammen stehen.
Ein Tag im Juni
Wenn wir dran bleiben, an Transformation, geschieht es, dass wir strugglen.
Das ist das transformatorische Gold. Woher soll das Licht kommen, wenn nicht aus der Dunkelheit? Es ist nicht das Licht, welches schon da ist, dass uns stört.
Es sind die zu tiefst vernachlässigten und trüben, dunklen Bereiche unserer Selbst und unserer Gesellschaft, die in ihrer primitiven und unstimmigen Ausformung Leid verursachen. Keinen Schmerz sondern Leid! Hierbei liegt ein gewaltiger, wenn nicht sogar gewalttätiger Unterschied. Leid, immer wieder herbeigeführt aus der gleichen Ursache bestätigt nur die Teufelskreise dessen dieses Leid entspringt.
Ein Teufelskreis aus Leid und Übel hat keine lichtvolle Ausrichtung. Wie auch : )
Es produziert immer wieder das gleiche Leid, zwar in verschiedener Ausführung und durchaus kreativ variabel – im Grunde aber kreativ zerstörend, ähnlich kapitalistischen, imperialen Grundstrukturen. Leid ist in diesem Sinne jedoch von Schmerz zu unterscheiden. Schmerz ist so gesehen das notwendige Portal, durch das ein ganzheitlicher Mensch, ein Körper mit allen Körpern, hindurch muss um echten, tiefgreifenden Wandel zu erzeugen. Der Unterschied zum Leid liegt darin, dass es lösungsorientierter Schmerz ist.
Wenn ich aufgegeben habe oder nicht in der Lage scheine etwas zum besseren zu „wenden“, wird mich mein Schmerz zwar zu den tiefen geleiten, was diesen Schmerz verursacht. Allerdings verbleibt die Wurzel weiterhin und bezieht vergiftetes Wasser. Ich schaffe es nicht, den Zugang des Wassers zu verändern oder die Wurzel zu versetzen, weder noch sie zu kappen (vorausgesetzt es gibt genügend andere gesunde und vitale Wurzeln).
Wenn ich aufgegeben habe, aus welchen Gründen auch immer werde ich mein Leid nicht in Schmerz verwandeln und damit mein Leben wandeln. Schmerz ist in diesem Sinne Heilung, weil es ein reinigender Prozess ist, nach dessem Ende eine Wiedergeburt, ein Neu-Ausrichten möglich ist. Es ist ein transformativer AKT. Ein TAKT der Veränderung, der wenn erfolgreich zu neuen Wegen führt, die vorher niemals hätten erkennbar werden können. Es ist ein aus Asche geborener Vorgang. Allerdings kein wiederholen der alten Grundstruktur sondern ein neues Verorten.
Dem Schmerz zu begegnen ist dafür unerlässlich ebenso wie der Unterscheidung zu Leid. Erst danach, erst nach tiefem Fühlen und Erleben ist es möglich, sich dem neuen tatsächlich zu öffnen, erst dann ist freier Platz zur Verfügung. Ein neuer Ausdruck wird geboren, wenn der transformatorische Akt den Schmerz befreit hat.
Im durchstehen gebiert sich Licht in den Brüchen der alten Strukturen. Wunden, die an die frische Luft & Licht gelangen heilen besser aus. Der neue Ausdruck kann die unterschiedlichsten Formen annehmen und ist in einem trans-Form-ativen Sinne erst jetzt wirklich wirkmächtig. Transformaktiv setzt sich nun ein neuer performativer Strang in das Weltengeschehen und verändert im ganzen Bewusstseinsfeld (da tief genug gegangen und erlebt) den WeltenRaum.
In diesem Sinne ist Schmerz wunderschön und braucht nicht gefürchtet zu werden. Im Gegenteil, es sollte ein willkommenes Phänomen sein, was in gemeinsamen Herzen bewältigt werden kann.
Hierzu sein noch gesagt, dass es wichtig ist, nicht in die alten ARTen und Weisen der Bewältigung zu verfallen, die zum rationalen beheben von Problemen genutzt wird. Einem ganzheitlichen Vorgang kann nicht (allein) mit dem Verstand begegnet werden! Das wäre im Grunde ein Krankheitsbild. Auch Perfektionismus und Leisten wollen ist hier völlig fehl am Platz. Es gilt Schmerz wirklich zu empfinden, zu sehen und wertzuschätzen. Es gilt den Schmerz zu umarmen und damit sich Selbst.
Schmerz in diesem Sinne ist etwas Heiliges, ebenso wie der Vorgang der Heilung.
Du bist nicht dein Schmerz. Du bist ein Mensch, der Schmerz empfindet und dadurch menschlich ist. Du bist ein Mensch dessen Körper spürt, dessen Herz fühlt, dessen Verstand denkt. Deine Menschlichkeit ist wunderschön und liebenswert. Vielleicht bist du nicht mal verantwortlich für deinen Schmerz sondern dieser rührt aus alten Familiengeschichten und kulturellen Fehltritten deiner Vorfahren. Damit brauchst du dich nicht identifizieren. Es reicht, dafür Mitgefühl aufzubringen.
In diesem Prozess bist du Liebe, die sich der Dunkelheit zuwenden, um Licht zu gebären.
Das meint auch nicht, sich dem Schmerz zu ergeben und ständig im eigenen Schmerzkörper rumzudoktoren – damit wären wir wieder in alten Mustern unterwegs. Es meint, sich dem Schmerz zuzuwenden und ihn nicht auszuschließen. Nicht darüber in einen Wettkampf auszuarten wer denn den tiefsten und heftigsten Schmerz hat,…kein jammern und auch keine Überhöhung der eigenen Tragik. Es geht um ein sich halten, wenn ausreichend Schutz und Kraft dafür da sind.
Und letztlich ist dies keine Online-Angelegenheit. Ganzheitliches Vermögen und Heilung geschieht im „Offline-Modus“. Also bitte machen wir uns nichts vor..
Wir kommen nicht um den Schmerz herum. Aufschieben geht ja, nur ist dies wie die Zukunft unserer Kinder zu verkaufen in dem wir sie mit kapitalistisch geprägten Schulden in einen zukünftigen Teufelskreis entlassen. Es wird heftigeres und immer mehr Leid verursachen. Es ist kein Jesus da, es ist kein Schuldenerlass absehbar. Es geht nur über Wiedergutmachung, Bereinigung und sich dem Schmerz zu stellen, um neuen Wegen zur Geburt zu verhelfen. Keine Zukunft verkaufen, um das Jetzt auszuhalten, auch wenn wir Angst haben… Sondern Begegnen, kräftigenden Kontakt erreiche und mutig in Verbindung gehen, zu dem was uns heilt und wieder aufschwingt. Gemeinsam. Gemeinsam zu erkennen, dass der Schmerz vorüber geht, vergänglich ist…und Leben veränderbar, gestaltbar.
Der Unterschied von „nachhaltigen“ Bewegungen und einem transformatorischem AKT ist genau dies: Sich dem Schmerz zu stellen.
Transformation, nachhaltige Transformation integriert diesen Aspekt und landet hiermit in wahrhaftigem Wandel: Transformativem Aktivismus.
Ein TAKT, der mit tiefen irdischen Bässen und hohen Tönen und Gesängen lebensdienliche Transformation erlaubt.
Also:
Um was geht es hier wirklich?
Was ist JETZT dran?
Ein Tag im Juni
Was ist eigentlich mit unseren Polaritäten?
Was ist mit männlich und weiblich und allem dazwischen und darüberhinaus?
Wie dient das dem Leben, für was ist das eigentlich da?
Habe mir diese Fragen noch nie so gestellt und doch tauchen sie gerade auf.
Wenn ich spontan in mich hineinhorche ohne groß Gedanken zu wälzen, taucht auf: Das Menschliche hat immer Priorität. Es ist die Mitte, die goldene. Diese ist immer das Ziel und „Ende“ eines Prozesses. Das „Weibliche“ und das „Männliche“, als einander gegenüberliegende Pole verstanden, mit unterschiedlichen Aspekten und Kräften, dient letztlich der „Mitte“, die alle teilen – das Menschliche. Oder nicht?
Das denkbar schlimmste, was passieren kann, ist, dass diese beiden Ausprägungen im Krieg miteinander sind. Dies vernebelt die „Mitte“ und trennt etwas, was im Grunde nicht trennbar ist. Es erschafft eine leidvolle Illusion, die viel Übel kreiert. Auch in jedem von uns selbst, oder nicht? Wir haben doch alle etwas von dem einen und dem anderen Pol in uns. Wieviel von welchem Aspekt ist für jeden anders gelagert und einzigartig schön. Ich glaube, es kommt darauf an, für welche Kräfte wir uns entscheiden, die wir nutzen und entwickeln möchten. Diese Entscheidung, vielleicht auch aus Notwendigkeit heraus, bestimmt wie ich dem Leben diene. Der Einfachheit wegen: Würde ich mich im Schwerpunkt „männlicher“ Kräfte bedienen, entwickle ich diesen Strang in mir ins Außen, oder nicht? Womit auch immer ich diesen Pol assoziiere. Mich dem „Weiblichen“ hinwendend, würde ich diese Entwicklung unterstützen. In gewisser Weise brauchen wir, um eine Balance, eine gute Mitte in in uns selbst finden zu können wohl beide Seiten zumindest akzeptiert, wahrgenommen und grundlegend entwickelt. Wo der Schwerpunkt liegt, mit dem ich mich dann auch im Leben verorte, ist einigen Parametern unterworfen, nicht?
Wenn ich mich zum Beispiel nun zu 70% (Schwerpunkt) im „Männlichen“ verorte und zu 25% im „Weiblichen“, bleiben noch 5% androgyn, dann werde ich vielleicht im „außen“ als „Mann“ wahrgenommen. Nur ein Gedankenexperiment. 🙂
Das ist vielleicht nicht immer so. Da gibt es Tage, da ist mein „weibliches“ empfinden viel größer als das „männliche“ oder Tage an denen ich mich so ganz und gar ungeschlechtlich empfinde. Was dann? Dann bin ich immer Mensch.
Die „Mitte“ geht in keinerlei Empfindung verloren. Lediglich die Vielfalt nimmt zu und bereichert mein Leben. Warum sollte das kulturell ein Problem sein?
Zwischenspiel
Wenn die Falken fliegen
Edel, zielstrebig und ganz bei sich,
Wahrnehmend, blickend, schützend
Mit weiten Flügeln, wunderschön.
Sie gleiten durch die Ströme der Luft,
Lassen sich aufwärts treiben,
Setzen an zum Sturzflug,
Öffnen ihre Krallen und packen zu.
Sie fliegen im Verbund ihre Kreise in
Ihrem Revier. Stolz und weitsichtig
hüten sie die Erde auf dem Luftweg.
Ein Tag im Juni
Heute wurde ich von einer Italiener*in mit auf eine Wanderung genommen und mir unbekannte Wege haben sich eröffnet. Eine alte antike Straße führt oberhalb der Örtchen entlang am Hang des Berges. Ich kann mir die früheren Menschen gut vorstellen, die hier mit Sack und Pack, Eseln, Schafen und ihren Kühen entlang marschiert sind, um im nächsten Ort auf dem Markt ihre Waren anzubieten. Heute ist Sonntag und es sind etliche Tourist*innen, wie auch Einheimische auf den alten Pfaden unterwegs. Irgendwie schön, wenn es einen oft genutzten Weg gibt, der eine Gruppe von Orten miteinander verbindet. Die Einheimischen waren vor allem wegen den Wahlen unterwegs. Heute wurden die Stimmen abgegeben. Erst EU Wahl, dann wurde für Italien gewählt. Ich weiß nicht, wie hoch die Wahlbeteiligung in Italien genau ist oder wo sich die Hochrechnungen gerade befinden und welche Partei die Nase vor hat. Wenn es so aussieht wie in Deutschland,…wo erschreckend viele Menschen AFD oder CDU wählen, wird mir schon etwas unwohl in der Magengegend. Hier und dort werden heutzutage Blumen nieder gelegt für all die Menschen, die Rechtspopulismus und seiner perversen Wucherung, dem Faschismus zum Opfer gefallen sind. Menschen wurden umgebracht weil sie „anders“ waren, weil sie nicht in das System oder die Denke der herrschenden Meinung gepasst haben. Das nun wieder engstirnig gewählt wird, zeigt ein armseliges Bild der mentalen Landschaft in Deutschland, auch in Europa generell. Sind wir Menschen wirklich so beschränkt? Ich meine, aller paar Jahre ein Kreuz zu machen ist nur ein kleiner Teil davon „demokratisch“ zu sein. Und doch entscheidet sich an einigen Schaltstellen viel von unserer Zukunft darüber. Sind wir Mensch wirklich so kurzsichtig? Wissen wir wirklich so wenig mit unseren Gefühlen unserem Leben und dem anderer gegenüber anderer anzufangen? Sind wir wirklich so unzufrieden, dass wir aus Protest Unheil wählen? Ist diese Form von „Politik“ nicht eh überholt? Was wäre, wenn wir nicht mehr Parteien wählen würden, sondern die Projekte wählen könnten, die Parteien angeben umsetzen zu wollen? Es könnte dann eine Mischung werden aus all den meist gewählten beliebtesten Projekten. Und nach 4 Jahre würde glasklar zu sehen sein, wer was geschafft hat wie umzusetzen und in der neuen Wahlperiode würde man seine Wahl entsprechend anpassen können. Naja… ansonsten bleibt es bei all den althergebrachten bürokratisch komplizierten Vorgängen und Abläufen. Mag sein, dass Demokratie hier und da langsam sein muss. Aber was ist mit dem Klima und den Folgen unserer Lebensweise? Ist es klug, dem mit Bürokratie und alten Ideen und enger Denkweise zu begegnen? Nun…
Wirklich transformativ wäre doch, wenn ich mich jeden Tag für eine lebensdienliche Zukunft einsetze oder? Jeden Tag wählen. Jeden Tag zur Wahl gehen und ein Kreuz setzen. Jeden Tag Optionen und Möglichkeiten abwägen und entscheiden. Alles ist miteinander verwoben, jede Entscheidung zählt. Wieso lernt man das nicht an unseren Schulen? Das Fach „Lebensweise“ wünsche ich mir, genauso wie ein Fach für lebensdienliche Projekte. Langfristig gesehen, würde das sehr viel demokratischere Ergebnisse erzielen, als zu hoffen und zu bangen, dass sie per Kreuz für die politische Spähre etwas zum guten ändert. Wie soll eine Politik auch lebensdienlich handeln, wenn diese auf einer kapitalistischen, imperialen Wirtschaftsweise beruht? Es ist ein Widerspruch in sich. Genauso wie diese Wirtschaftsform Armut und Hunger nicht beseitigen wird (wie politisch versprochen und abgezielt), weil es zum inhärenten Spiel des Gewinnes und Verlieren gehört oder Reich und Arm sich in riesiger Schere bedingt, werden nachhaltige Ziele, die Reiche nicht reicher machen oder mehr Gewinner produzieren, nicht mit dem notwendigen „politischen“ Willen umgesetzt werden.
Ein bisschen Zwickmühle. Da hilft nur das Spielbrett wechseln….
Wie wechselt man die Spielfigur auf ein anderes Brett?
Geht das überhaupt? Oder müssen sich „nur“ die Regeln ändern?
Wer macht die Regeln?
Was passiert, wenn ich es nicht über „Los“ schaffe?
Was trägt mich, wenn nicht das Geld?
Beziehungen? Verbindungen? Vertrauen?
Ich glaube ersichtlicher wird es im Hinblick auf Engagement und Bemühungen von einigen „Bubbles“ die sich für konstruktive Verbesserung der gesellschaftlichen Zustände bemühen. Sendet man seine Angebote in die Mitte der Gesellschaft, bekommt man meist nur ein müdes Lächeln, abgeklärte Sprüche oder Desinteresse zurückgespiegelt. Ist es nicht zu 90% der Fall, dass man mit gut gemeinten Workshops, Seminaren, Events und Co. Eh nur immer die gleichen Leute anzieht?
Die, bei denen der Groschen bereits gefallen ist und die eh schon in Verbindung zur transformativen Bewegung stehen? Ich glaube, der Versuch den „Rest“ der Bevölkerung überzeugen zu wollen, ist Zeitverschwendung. Aufklärung ist allemal notwendig und Möglichkeiten offen zu halten, sich anzuschließen sollte es immer geben dürfen. Aber wertvolle Ressourcen dafür zu verschwenden Überzeugungsarbeit zu leisten,…hilft nicht weiter.
Ist es nicht ratsamer, den Kern der Bubble zu stärken und vor allem jene große Vielfalt an bereits bestehenden Gruppen sichtbar zu machen und miteinander zu connecten? Was wäre wenn sich die im Schwerpunkt als soziale Bewegung verstandenen Gruppen und Bewegungen mit jenen ökologisch verstandenen Klimabewegungen verbünden würden? Nun…
Es ist keine leichte Aufgabe, verschieden geartete Gruppierungen an den Schnittstellen zusammenzuführen, nicht? Liegt doch gerade hier das größte Potenzial für Wirkmacht, sind die Gräben der Hubbles mitunter doch peinlich tief.
Hier anzusetzen würde wohl einiges an unerwartet wirksamen Wandel erzeugen.
Vor allem Träumen sind hier sehr nützlich. Sie zeigen, wo die gemeinsamen Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse zusammen laufen und machen Lust auf Bündelung der Kräfte und Ideen. Vielleicht kann ein „WandelSpace“ hier behilflich sein? Halle hat eine so große Vielfalt an engagierten Gruppierungen, die im Grunde doch alle auf eine lebensdienliche Zukunft hinwirken, ….wäre es da nicht schön einen TRaum miteinander zu teilen?
Was bleibt uns als jeden Tag zur kreieren?
Kreieren anstatt zu reagieren?
Verlieren oder Gewinnen hinter uns zu lassen
Und mehr und mehr Fairness zu schaffen.
Aufraffen ist nicht immer nur leicht,
Braucht es doch ausgedehnte Pausen und
Einander bestärken, ist’s doch im Raum des
Möglichen – ein gemeinsamer TRaum für Zukunft.
Schöpferisch gewollt und Schrittweise beschritten,
Alte Muster beschnitten, für ein freies knüpfen neuer Bande,
Damit am Rande der Gesellschaft erblüht,
Was versprüht die richtigen Poren zur richtigen Zeit
Und wird kreativ so weit das Auge reicht und die Beine tragen.
Ein Tag im Juni
Warum wählen Menschen rechts oder unüberlegt?
Warum ist unsere politische Sphäre so uneffizient?
Ich glaube, weil wir Menschen uns im Alltag und generell hinsichtlich politischer Gewalt ohnmächtig fühlen. Ich glaube wir sind wütend, traurig, haben Angst sind einsam und leiden unter permanenter Selbstzerfleischung. Wir arbeiten zu viel, um nicht aufzufallen oder umgehen unser Innenleben mit anderen Ausweichstrategien und medialer Ablenkung oder Unterhaltung der ungesunden Art. Wir wissen nicht wo hinfit uns, unseren Gefühlen und der ganzen Ohnmacht den Geschehnissen gegenüber und nutzen jede Möglcihkeit, jede Lücke unserem Unmut Ausdruck zu verleihen. Das Kreuz bei einer Wahl ist ein solches Ventil. Zudem ist es anonym und ich kann meiner Wut oder was auch immer mich treibt, mal ganz frei ihren Lauf lassen und denen „da oben“ zeigen, was ich von ihrem verzapften Mist halte und was das mit mir macht. Ich wähle dann aus Protest, nicht aus gesundem Menschenverstand, denn der hat sich bei der letzten Überstunde, dem letzten unterdrückten Wutanfall, dem letzten sinnlosen Tag ein, Tag aus verabschiedet. Und naja, das kann man diesem gesunden Menschenverstand unter diesen Umständen (Krieg, umgebende Strukturgewalt und imperialer, patriarchaler Lebensweise) nicht verübeln, oder?
Nun… ich glaube wir kommen nur dagegen an, wenn wir wieder in einer gesunden Selbstermächtigung landen. Und ist das nicht das Ziel von Politik – Freiheit? Ich meine damit nicht die losgelöste Freiheit des „freien“ Marktes. Ich meine Freiheit in Angebundenheit, in Verbundenheit mit Erde und Mensch. Unsere Empfindsamkeit in eine Stärke ver-wandeln. Gesunde Selbstermächtigung ist demokratisch und sollte eigentlich etwas sein, dass vom Establishment, von er Regierung gewollt und gefördert wird. Es hilft der mündigen Entwicklung als Mensch bzw. Bürger*in eines Verbundes, eines Landes, eines Staates, eines Volkes, oder nicht? Gesunde Selbstermächtigung kann nur so funktionieren, dass es das Herz einbezieht. Heutige Politik ist ein unübersichtliches Gemisch an rationaler Oberflächlichkeit, wenig Vielfalt und noch weniger echtem Zuhören. Verständnis wird so übergangen und Gräben vertieft. Es ist keine politische Schönheit zu entdecken, die normaler Weise so viele mannigfaltige Beziehungsweisen, Sichtweisen und Kulturen mit sich bringen.
Gesunde Selbstermächtigung wird auch dadurch gefördert, dass ich etwas tun KANN. Dafür benötige ich vor allem Zeit und Lust, mich mit anderen zusammenzuschließen. Transformative Projekte beispielsweise, tun genau so etwas. Sie machen sich auf den Weg um sozialökologisch vertretbare Ziele, im Rahmen eines gemeinsamen TRaumes unseres WeltenRaumes zu erreichen. Innerhalb des Zeitverlaufs eines solchen Unterfangens tun sich Menschen zusammen, erfolgen stärkende Kontakte, erreicht man Lösungswege, erfolgreiche Meilensteine, lernt einander besser kennen, lernt neue Fähigkeiten und ergänzt sich auf eine vielfältige Weise so, dass Selbstermächtigung wächst. Im besten Fall erreicht man das anvisierte Ziel des Projektes und ist die Projekt-Spirale durchlaufen, die einem inneren und äußeren Wachstumspfad entspricht.
Meine Idee für Selbstermächtigung sind Projekte… ein wichtiger Bestandteil von transformativem Aktivismus. Eine unter 3 wesentlichen Sphären, die Poltische Wirkmacht erzeugt. Die drei Sphären sind TRäume(n) (entspricht einem Anlauf nehmen, gemeinsamen verzweigen von Bedürfnissen, Gefühlen & Wünschen), Heilung (Innenleben/IDG´s), Verwirklichung im Schwerpunkt über Projekte (SDG´s).
Gesunde Selbstermächtigung ist etwas, dass man lernen muss und lernen braucht Zeit… Es geht nicht indem man eben mal soziale Ingenieurskunst anwendet, durch die man auch nur wieder in alter patriarchaler Weise versucht den Gesellschaftskörper mechanisch zu „berichtigen“ oder “repariert“. Es braucht Zeit und Raum, einen TRaum für die richtige Ausrichtung und dann den Weg gehen…
Der Weg entsteht dadurch, dass wir ihn gehen. Indem ich kreiere, stärke ich mich selbst und erzeuge ungeahnte Möglichkeiten.
Und sind letztlich nicht all diese Unwirklichkeit und Herausforderungen um uns, eine Möglichkeit die innere Größe zu entdecken und zu leben?
Zumindest gibt es die Option, öfter die Perspektive(n) zu wechseln und sich damit den Gefallen einer erfrischenden Wahrnehmung zu erlauben. Was erlauben sie sich?! 😀 Nun, ich versuche auf unser Menschsein klar zu kommen. All der oberflächliche Zickzack im gesellschaftlichen Maskenball lässt mich immer weniger aus der Haut fahren. Ich glaube ich mache Fortschritte 😀
Wie kommt man einer lebensdienlicheren Lebensweise und Kultur näher?
Ich glaube, indem man den „freien Markt“ mit Geschenken überlistet und sich dabei einen menschlichen Korridor erschafft, in dem andere Blüten gedeihen können. Halleluja!
Und: In dem wir uns die Wunder dieser Zeit nicht nehmen lassen.
Ein Tag im Juni
An der Veränderung beteiligt zu sein, die ich mir in dieser Welt wünsche, ist der einzig probate Weg um reaktiv und gleichzeitig entspannt im Sinne von so weit befriedigt zu sein, dass in mir ein positives Gefühl für die Zukunft Platz findet.
Wenn ich dann noch erreiche regenerativ mit meinen Ressourcen umzugehen, lande ich in einer sehr guten Lebensqualität, nicht?
So wie ich die Welt nicht aushalte, wie sie ist, kann ich nur in CreAktion, nur in bewusster Veränderung dessen agieren, was ihrer Erhöhung entspricht. Was ihrer und meiner Erhöhung entspricht. Oder nicht?
Mehr als zu versuchen die Veränderung zu sein, die ich mir für die Welt, meine Liebsten und mich wünsche, liegt nicht in meiner Macht. Oder?
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Langsam werden um wieder schnell zu werden.
Still werden, um wieder laut sein zu können.
Still gehen. Spazieren, laufen.
Erneuter TAKT.
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Ein Tag im Juni
Auffällig wie lebensfroh und offen einem die italienischen Menschen hier begegnen. „Allegria“ wird es mitunter bezeichnet. Ein Ausdruck für überschäumendes Temperament und Lebensfreude. Dabei geht es um die schiere Begeisterung am Dasein, um Sonnenschein, Geselligkeit und kollektiven Frohsinn. Allegria ist der Grund, warum es scheint, dass Italiener ständig zusammen lachen und lächeln. Selbst wenn nicht alles so läuft, wie man es gern hätte, bemüht man sich normalerweise, sich das nicht anmerken zu lassen, vor allem in der Öffentlichkeit. Es ist gibt hier eine Grußformel: „Möge der traurigste Tag in deiner Zukunft nicht schlechter sein als der glücklichste Tag deiner Vergangenheit.“
Ich glaube das was uns wirklich heilt, ist die Verbindung von Natur & Mensch, die Verbindung von tiefer Stille und Lebendigkeit. Die aktuelle gesellschaftliche Brisanz der „digitalen Revolution“ halte ich für das Gegenstück einer sich ergänzenden Entwicklung unserer Zeit. Eine K.I. ist das niemals Stille, immer Denkende, rechnende Äquivalent eines Aspektes unseres Geistes. Die künstlich personifizierte Gestalt eines rationalen menschlichen Intellekts in Reinform oder? In dieser Form des einseitigen Extrems kann es dienlich sein, klar. Aber für was?
Versuchen wir unsere menschlichen Probleme über ein äußeres Konstrukt von rational rechnendem Intellekt zu lösen, werden wir nicht weiter kommen. Nicht wirklich, nicht wahr? Es mag sein, dass uns K.I. im „außen“ als erweiterte Rechenmaschine und Stratgieerweiterung dienen kann und dass es irgendwann auch ausgereift genug ist, dies gut zu können. Doch unser Inneres, unsere menschliche Beschaffenheit erweitern wir nicht durch künstliche „Intelligenz“. Auch nicht, wenn wir diese implantieren. Unser menschliches Sein erweitern wir nur durch Bewusstsein und dies ist eine „innere“ Angelegenheit. Diese wird wohl im außen sichtbar, kann es werden. Doch ist dies mit einer ganz anderen Art von „Intelligenz“ verbunden! Eben das konzeptionelle und tatsächliche Gegenstück zu K.I. —> natürliche Intelligenz (ganzheitliche, holistische Intelligenz), in einer japanischen Heilkunst z.B. „REIKI“ genannt (universale Energie/Intelligenz).
Ich glaube wir tun uns keinen wirklichen gefallen (auch wenn es „fortschrittlich“ logisch erscheint), wenn wir die patriarchale Logik, Kultur und Denkart die sie ist noch weiter auf die Spitze treiben indem wir zu allem fragwürdigen kulturellen Schießstand auch noch viel gesellschaftliche Ressourcen und Energie dafür verwenden künstliche Intelligenzen herzustellen. Wer bestimmt denn, wie so eine K.I. programmiert wird? Nach welchen ethischen Standards, wo liegen die Grenzen ihres Einsatzbereichen? Wenn ich mir unsere Welt so anschaue, sind wir ethisch und moralisch nicht bereit für „K.I.“ oder?…und sind gut daran unsere innere Intelligenz zu schulen. Wenigstens einige der notwendigen IDG´s (inner development Goals), bzw. Reifeprozesse und Bewusstwerdungsprozesse sollten erreicht sein…oder?
Ein Bewusstwerdungsprozess kann doch auch einer abenteuerlichen, magischen und zauberhaften Entdeckungsreise ähneln, oder nicht? Und wer weiß wie viele verschiedene ARTen & Weisen es auf dieser Erde gibt, das Leben zu feiern?! Nichts weiter ist es doch, was ein Bewusstwerdungsprozess sein kann, freundlich und wohlwollend betrachtet, oder nicht? Der Grad an Bewusstheit in unserem heutigen Leben und das was wir wirklich davon in unsere Lebensweise übersetzen darf ruhig mutig angegangen werden oder nicht?
Und all das Gedachte kann natürlich auch auf eine digitale „Revolution“ zutreffen. Ich bin einfach nur skeptisch.
Neue ARTen & Lebensweisen.
Was haben wir verlernt, vergessen und was dürfen wir neu entdecken?
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Blätterspiel
Wogen im streichenden Wind,
Sonnenschein auf die Häupter und Kronen,
Spielerisch tanzt der Wald.
Still die Wolken, blau weißer Teppich himmelwärts,
Kein grün wie das andere erdwärts,
Friedlich, freundlich und frei tanzt das Grün.
Ein sich hinein, hinauflassen umidentifizierter Mitte in undenklicher Weite.
Undendlichkeit.
Im Nichtanhaften erklärt sich das FormenSpiel des Lebens.
Unendlichkeit.
Tief bewegt das Innere,
Ganz zentrales Lebensgestirn,
Weit weit im Kreis, dessen Mitte überall,
Dessen Umfang nirgends.
Heiliges Kind der Gött*innen,
Wir kennen es! unter „Leben“.
Wogen im streichenden Wind,
Sonnenschein auf die Häupter und Kronen,
Spielerisch tanzt der Wald.
Still die Wolken, blau weißer Teppich himmelwärts,
Kein grün wie das andere erdwärts,
Friedlich, freundlich und frei tanzt das Grün.
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Sind es nicht die Nukleos, die kleinen Kreise, die den großen Kreis vervollständigen? Von der Gesellschaft als solcher ist zur Zeit nicht viel Konstruktives zu erwarten. Doch wenn die Brücken bleiben und neue hinzukommen, um die Kreise in bewusstem AKT zu überlappen,.. entsteht ein TAKT der wirklich kulturellen Fortschritt erlaubt. Oder nicht?
Ein Tag im Juni
Was ist mir geblieben aus meinem Aufenthalt bis jetzt in den Bergen an der Casa ISIDE ? Gewissheit. Wissen. Schönheit.
Gewissheit, dass ich zu diesem Ort gehöre und umgekehrt.
Wissen so groß, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
Schönheit, die mir immer wieder und ganz plötzlich die Sprache verschlägt.
Letztlich lädt dieser Ort ein zu
tiefer Stille,
Naturverbundenheit,
Träumen,
Heilung und Transformation.
Für mich war die tiefe Stille ein über längere Zeit vergessener Freund.
Ich wusste nicht, dass ich die Natur so liebe und umgekehrt.
Der Gedanke, dass ich mich selbst träume, lässt mich nicht mehr los.
Heilung ist für mich über Leben hinweg geschehen und hinterlässt Frieden und große Dankbarkeit.
Transformation ist allgegenwärtig und geschah hier in (m)einem Tempo,
zum TAKT der gegenwärtigen Zeit.
Was immer bleibt; Liebe.
Arrividerci & Ciao!
Aufleuchtende Sterne im Wiesengrün
Pulsierendes aufglühen im Dämmerlicht,
Ohne erkennbares Ziel in bedingungsloser Abendwärme,
Glüht es auf im Wiesengrund,
Hier wo die Zirpen unermüdlich ihre Melodien zupfen
Und immer weiter sich dimmt die Nacht hinein.
Müsste ich jetzt sterben, wäre dies ein guter Moment.
Könnte ich jetzt leben, wäre dies ein guter Moment damit anzufangen.
Und die Welt?
Nun, die ist wie sie ist, nicht wahr?
Sie ist so geworden, nicht weil es vorherbestimmt wäre, sicher nicht.
Sie ist so geworden, weil Menschen sich in jedem Augenblick entschieden haben.
Sie verändert sich ständig, weil Menschen sich in jedem Augenblick erneut entscheiden.
Bewusste Entscheidungen in herzhafter Rück-und Weitsicht im Hier & Jetzt lässt alten Gram und Gräueltaten verblassen und ebnen einen friedlichen Weg, hin durch Vergebung um Samen gedeihen zu lassen deren Wachstum Licht bedarf. Licht, wächst nur in eine lebensdienliche Zukunft, wenn es von Liebe umgeben ist.
Menschen brauchen einander um großes zu vollbringen.
Eine ART & Weise, dies zu unterstützen ist es Frieden zu stiften und Glück zu teilen,
Damit es Lichter wird auf Erden und eine lebensdienliche Zukunft gedeihen darf.
Es ist alles in unseren Händen, alles unsere Entscheidungen, Tag ein Tag aus.
Wir haben eben nicht nur die Wahl ein Kreuz zu machen aller 4 Jahre, das ist Illusion. Wir haben jeden Tag unzählige Möglichkeiten zu wählen, in dem wir handeln. Nichts ist bedeutungslos! Wer sich das klar macht, ist tatsächlich ein freier Mensch, ist ein Schöpfer seiner Selbst sowie Mit-und Umwelt.
Wie demokratisch ist das?
So viel Gegenwärtiges im WeltenRaum,
Nicht weit der TRaum,
Non lontano il paradiso.
Ein Tag im Juni
Hinterfragen?
Was soll dabei herauskommen?
Aus dem Zurückfinden sich gebären.
Tiefe Gedankengänge erst ein mal leben, dann schreiben.
Durch eigene Anpassung und Erfahrung leuchtet der Geist.
Wer weiß schon, welche Zeitpassage fließt durch welches Tor,
wer weiß schon welches Netz sich spannt und Muster webt,
Wer weiß schon welche Form, in welcher ART & Weise sich lebt.
Ein ums andre mal.
Heutige Feststellung: Zuversicht gebärt sich aus Enttäuschung.
Im Grunde ja sehr nachvollziehbar. Wenn etwas erkannt wird, wie es ist,
Kann etwas daraus entstehen und sich verändern. Davor ist es wohl nur Verdrängung oder und Schönrederei.
Ein Tag im Juni
Aus dem Zurückfinden sich gebären.
Was bleibt?
Frieden dieses mal.
Sich auf den eigenen Frieden verstehend.
Hieraus Vision entfalten.
Mir scheint, ich weiß genug fürs erste.
Das stimmt mich friedlich.
„Zurück“ in einer Zivilisation.
Ich bin mit einigem Elan letzte Woche hier zurückgekommen.
Gerade…gewichtet dieses Leben hier so schwer, dass ich mich kaum für creatives Erschaffen erwärmen kann. Zu viel Gewicht. Zu viel Enge. Zu laut. Zu schnell. Zu viel von allem. Wo ist mein Takt? Höre ich mein Herz hier schlagen? Muss ich mir wirklich wieder erst Wege freimachen? Freischlagen? Von freiem, schönen, wilden Sein wieder zurück ins verdrehte, enge, gemachte Sein wollen. Vom tätigen Sein (erschaffen durch Geist) ins Tätigsein (Materie erdulden)?
Endet es in Verzweiflung und Abgeschlagenheit?
Ein Tag im Juli
Beim Frühstück auf unserem kleinen feinen Balkon zum Hinterhof reden David und ich über unsere „Kultur“.
David: So mit dem Bus reisen, das wäre schon auch was. Nachdem ich meinen Job gekündigt hab, kann ich mir vieles vorstellen. 3 Monate irgendwo sein wo sich gutes Geld verdienen lässt und dann mal schauen wo ich sein will.
Felix: Dann verändert sich auf ein mal Alles. Ich bin ja da auch eher so „All in“ aber wahrscheinlich sind gewisse Zeiten zum ausprobieren und sich Wege und Türen offen lassen, nicht verkehrt.
David: Schon, ja. Ein Jahr noch Wohnung behalten z.B.
Felix: Vielleicht auch irgendwo andocken, wo schon Gemeinschaft besteht. Ökodörfer, Künstlerheine und Co. Gibt es ja schon einige. Da warten dann wohl neue Probleme bzw. Herausforderungen aber dem wird man sich nirgendwo entziehen können ;D
David: Jetzige Schwierigkeiten gegen neue tauschen. Warum nicht zur Abwechslung?
Felix: Wenn es dort mehr um eine menschliche Mitte als um vereinzelte Wirtschaftsinteressen, Profit, Konsum und mieses Niveau geht, wär ich schnell überzeugt. Sich mit dem wie man ist und was man kann so richtig in der Gemeinschaft einbringen können. Sehen bei wem es ankommt, erleben was sich verändert und wo was wächst. Da wären wohl viele grundlegende Bedürfnisse befriedigt. Im blinden Marsch unserer Gesellschaft, die keine Gemeinschaft ist, gehen wir doch mehr oder minder betäubt unserem Alltag nach. Und da ist egal ob in High Performance Arbeit, überbordendem Engagement oder genereller Weltflucht, eh? Eine überschaubare Gruppe, mit Nukleus und Gemeinschaftsgefühl, sich sich körperlich, emotional, mental und finanziell ausreichend nährt. Das wäre ein krasses LvL up.
Und wenn ich so drüber nachdenke,… ich glaube ich habe bisher in dieser Gesellschaftsform im Grunde nur überlebt, nicht gelebt. Ob ich jetzt kreativ, künstlerisch oder wie auch immer Projekte gemacht habe gearbeitet habe oder was noch mit tätig sein bewegt habe und danach Erholung,…ich habe nur überlebt. Wie sieht ein „Leben“ aus? Für mich wäre das der nächste Schritt, bis dann irgendwann ein mal „gut Leben“ oder ein „Leben aus vollem Herzen“ dabei herausspringt, sich einstellt.
Ein Tag im Juli
Heute meinte jemand zu mir am Telefon: „…ja dann ist doch unsere Aufgabe sicher das hier (die Gesellschaft) zu transformieren“. Ich meinte daraufhin: „…huhm, vielleicht ist das so“. Ich denke mittlerweile… ist die Einstellung etwas „transformieren“ zu müssen arrogant. Diese Form von Ingeneering, etwas zu verbessern etc. Klar ist wichtig, dass sich etwas ändert mit unserer Lebensweise.
Mir scheint allerdings, das einzige was ich wirklich berechtigt bin zu verändern, ist mein Leben. Und das war’s auch. Willst du die Welt verändern? Verändere dich.
Das ist zutiefst wahr. Und auch der einzige Weg, es mit Transformation ernst zu meinen. Das in mein Leben zu bringen, was ich mir für diese Welt wünsche, ist der einzige echte Hebel, den es gibt. Alles andere ist Augenwischerei, Arroganz, Willkür, Machtgetue, Egogebutter, Trend und was sonst noch alles den Willen antreibt.
Nun….ich glaube, ich befinde mich hier nicht im „Leben“.
Das was hier in der Stadt abgeht, im kulturellen Rausch (mal blinder, mal betäubter) ist Wahn(sinn). Sinnloser Konsum von etwas, das wir für „Leben“ halten. Ein gelebtes Krankheitsbild, dessen Diagnose „kultureller Rausch“ laute, huh?
Ein Knäuel aus Marsch (Gewalt) und Betäubung (um unsere feinen Sinne es nicht erleben zu lassen und unser Leben vor uns selbst zu verstecken).
„Der betäubte Marsch“ durch die Gewaltstruktur(en), die uns umgeben und sich bis in unsere Knochen vorgefressen haben. Bin ich ein Masochist, weil ich mir das antue? Vielleicht ein wenig..
Steh nich!
Geh heimwärts!
Aufrecht zerbeult,
Glanz im Kern.
😀
