
Einander gegenüberliegend,
Licht & Schatten,
etwas ragt in den Raum,
Körper lechzen vorwärts,
einander entgegen.
Raum wird enger,
kleiner die Schatten,
größer das Licht.
Raum wird größer,
weiter die Schatten,
wenig Licht.
Gleichgewicht bricht ineinander,
fügt sich dem Strom der tanzenden Körper,
lebendiges Gewächs an bebender Haut,
verbaut in gemeinsam Werk.
Vergberg ich Licht,
nähr ich Schatten,
rag ich weit hinaus,
werf ich Schatten,
lass ich mich ein,
gebär ich Licht & Schatten.
Frei und gebunden,
umrunden wir uns gegenseitig,
auf Spiralwegen eigener Tempi,
durch die Klänge die uns dazu drängen.
Weißt du um das Mysterium deiner
Schatten? Wie sie schwer und kalt,
dir beim gebären helfen? Dort, im Dunkel
deiner Geschichte ? Und der Segen, deiner
Lichter, auch derer die dich umgeben?
Verschlungene innerer Pfade!
Mittig ein Stamm,
ein Baum,
tief verwurzelt,
hoch gewachsen,
balanciert die Elemente,
wiegt den Wind,
trotzt dem Feuer,
transportiert das Wasser,
verbindet die Erde mit dem Himmel
und verkörpert lebendige Seele(n),
im Zeitentrom.
