Inflationärer Genuss

Kompensationslogiken komponieren eine pseudiale Variable ohne echten Kern.
Verlern´ wir das doch!
Oh naja, du willst ein Beispiel?
Guck mal.. alle Tätigkeiten, die wir uns so geben und „Dinge“, die wir uns reinziehen, meint konsumieren haben dem Anschein nach nicht viel Kraft inne. Ähnlich dem Weine, der da verwässert Richtung Magen fließt und dann mehr Leere hinterlässt als ein wohliges gefüllt sein. Ein Meer ohne Tiefe.

Einen Tag lang durch ein Naturschutzgebiet zu wandern, dabei einen geliebten Menschen und oder Tier.
VS.
Einen Tag lang im Lärm der Stadt Wegen, Lohnarbeit und Netflix (sehr plakativ jaha) nachgehen.

Welcher Gang bietet mehr tiefe Sättigung für unsere menschlichen Bedürfnisse?
Das komische dabei ist ja, finde ich, dass sich das leicht sagen ließe. Doch umsetzen ist gar schwierig.
Wie ein Patient im Wandel der Welt, der gewöhnt und abhängig von leicht zugänglichen Drogen erst mal eine Neuzuwendung körperlich verkraften darf. Eine alte Lebensweise vorübergehen zu lassen…in etwas wieder Lebendiges.

Wohl führen kleine Gänge und große Erfahrungen zu weiteren Räumen in denen träumen nichts mit Kompensation zu tun hat sondern Ausdruck eines Strebens nach dem Sterben. Asche in diesem Sinne ist nicht nutzlos. Vermischt mit Erde ist das fruchtbar gewordener Humus für aufstrebende Gewächse aller ART. Gepaart mit Licht und Schatten und gesundem Wasser, mag in dieser Weise wachsen, was gedeiht.

Wie weit sich das denken lässt ist keine Sache des Verstandes, da durch des Randes begrenzt.
Vielmehr der Erfahrung ihren Lauf schenken, hilft dem Leben beim einrenken.
Denn ist’s doch ein dem Nächsten einschenken und gemeinsam trinken was da besorgt verblüffende Ergebnisse, Webnisse, sich potenzierende Erlebnisse.


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K.I. Entwurf von Leonardo zu den Stichworten:
Inflation, enjoyment, wage work,
hiking, dying, striving,
living experiences

3 Gedanken zu “Inflationärer Genuss

  1. Das sehe ich ähnlich. Die meisten Menschen kompensieren mit Ersatzreligion, Ersatzbefriedigung, Konsum usw. eine innere Leere, die nur da ist, weil sie nicht wissen, dass das Glück im Einfachen liegt. Auch zeigt sich immer, das eine einfache Erkenntnis, die in komplexen Prozessen durchdacht wird, am Ende doch genau das ist, was bereits im Einfachen zuvor bestand. Es bedurfte nur des Weges, der Erfahrung, um das zu begreifen. Ich finde, man sollte sich immer kleine Auszeiten aus Lärm und Zeit gönnen. Das ist Erholung für die Seele, auf die der begrenzte Verstand sowieso keinen Einfluss hat. Man erfährt, wie du sagst, mehr durch Emotionen als durch das Denken.

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    1. „The mystery of life isn’t a problem to solve but a reality to experience.“ Das Einfache kann so schön sein. Sogar glücklich machen. Ich finde ja bemerkenswert, festzustellen, dass es mich hin und wieder doch auch echte Mühe kostet, mich dem Einfachen hinzuwenden. Als ob es mit der heutigen Brille zu wertlos erscheint, sich damit auseinanderzusetzen. Und doch reift die Tiefe am besten durch etwas Ein-Fach-es. Multiple Aufmerksamkeiten, die uns heutzutage abgefordert werden zum Stillstand bringen…festliche Angelegenheit!

      Ich mag an der Stelle Vivian Dittmar – sie unterscheidet Emotionen und Gefühle (https://viviandittmar.net/buecher/gefuehle-und-emotionen/). Ich habe das Gefühl sie schreibt so einfach, erklärt dennoch eine gute Blicktiefe von Gefühlen & Emotionen.

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      1. Wir leben in einer Welt und Gegenwart, die uns vermittelt, dass das Komplizierte gleichbedeutend mit Intellekt und Bildung ist, während die Einfachheit der Dinge, die tatsächlich eine positive Wirkung auf uns hat, belächelt und abgetan wird. Der Geist rattert ja die ganze Zeit. Umso schwieriger ist es, ihn abzustellen oder vielmehr die Gedanken wie Wolken treiben zu lassen. Ich denke, es ist deutlich schwieriger, (wieder) einfach zu denken und leichter, komplexe Formeln für das Leben aufzustellen, die am Ende trotzdem immer auf dasselbe hinauslaufen. Mir fällt es auch schwer. Vielen Dank für den Link. Zwischen Geist und Verstand muss man ja auch unterscheiden, so auch zwischen Gefühlen und Emotionen.

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