Wer trägt Schuld?

Schuld handelt man sich dann ein, wenn man weiß, dass es auch anders geht.

Neben dir steht jemand, der an alten Gewohnheiten festhält und in seinen Worten und Handlungen ganz klar einer integreren (ethisch/ökologischeren/faireren) Welt im Wege steht.

Wie geht man mit so jemandem um? Lässt man ihnsie einfach gewähren ? Ist es okay ihnsie unwissend darüber zu belassen, dass dieser Mensch in hohem Maße auf Kosten anderer Menschen und der Umwelt lebt? ..Dass dieser Mensch eine imperiale, ausbeuterische Lebensweise unterstützt?

Was ist mit einem Selbst? Bin ich überhaupt in der Position Kritik zu üben, während ich auch kein unbeflecktes Blatt bin, wie es niemand in unserem Breitengrad sein kann ?

Sollte man sich trauen darauf zu reagieren, ist es wohl klug, erst einmal herauszufinden auf welchem Wissenstand sich dieser Mensch befindet und noch wichtiger, ob dieser Mensch überhaupt offen für ein Gespräch ist. Alles andere ergibt sich. Oder auch nicht.

Mutig ist das allerdings.

Was hindert uns daran, Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass es auch anders geht?

Mag sein, dass es manchmal einfach nicht geht, weil wir nicht können. Widerstände, die wir nicht im Stande sind zu sehen oder aufzulösen. Gerade dort bräuchten wir Hilfe. Wenn wir sie denn geneigt sind, anzunehmen.

In den meisten Fällen könnten wir. Da bin ich mir sicher.

Die Erkenntnis der Notwendigkeit für ein anderes handeln, bricht den Wall der Ignoranz.

So könnte man meinen. Meine ich.

Ist die Erkenntnisfähigkeit eher dünne, hilft noch das Gefühl. Empathie ist ein Wundermittel, das uns Welten des Verbundenseins und Mitgefühls spiegelt, die uns gar nichts anderes übrig lassen als reflektiert zu handeln.

Sieht man nix, fühlt man zu wenig und will man nix hören, wird’s ne echte Herausforderung. Dann kann man eigentlich nur loslassen und das beste hoffen.

Getreu dem Motto: Schmerz bringt Heilung 😀

Aber kann man auf die Erfahrung warten, die solche Menschen durchleben müssen, damit sich etwas im Verhalten ändert?

Wenn es „nachhaltige“ Früchte tragen soll, ist das wohl unumgänglich. Denn ohne eigene Einsicht, Einfühlung, eigenes Verständnis wird es im nächsten Moment schon vom neuesten Konsumwunsch oder Ablenkung verzehrt werden.

Letztlich kann man als Einzelner Mensch nur das Leben, wovon man überzeugt ist.

Ist die Zeit reif für harte Maßnahmen? Wer entscheidet, was richtig ist? Politiker? Die Wirtschaft? Das Militär? Um Himmels Willen. Schaut man sich den Haushaltsplan und die geplanten Ausgaben an, könnte einen leicht Ernüchterung überkommen. Nachhaltigkeit schwankt auf dem fast letzten Platz herum. Sogar dem Bundeskanzleramt wird mehr Geld zugewiesen. Vom Etar für Rüstung und Wirtschaft weiter wie bisher, ganz zu schweigen. Nah, schon nüchtern?

Mag sein dass der Staat andere Instrumente hat. Doch wird sich dies meist als Herrschaftsinstrument anfühlen oder als aufgezwungene Regeln und Verbote gegen die der freie Wille rebelliert. Das kann Anarchie und Chaos verhindern, eine gewisse Stabilität bringen.

Bewusstheit jedoch entsteht durch Leben. Nicht durch Konsum. Nicht durch Ablenkung. Nicht durch Zwang. Nicht durch Aberglaube oder Religion.

Bewusstheit entsteht durch das Leben in Einklang mit mir Selbst. Mit Hilfe von Reflexion. Damit ist nicht Annexion gemeint.

Alles was uns umgibt kann dazu dienen. Alles kann Inspiration sein. Ist der Geist offen, sind die Möglichkeiten grenzenlos.

Guten Abend.