Integer

Und wenn man den Kapital–ismus, dieses System, nutzt?

Ausnutzen tut es so oder so. Entziehen kann man sich im Grunde nicht bis kaum.

Sieht man Geld als Mittel zur Nutzung der Möglichkeiten (des Systems), nimmt man ihm seinen Schuld-Charakter, der in der Tat besteht, sich aber so transformierend ausrichten kann. Dies setzt voraus, dass die Nutzung der Möglichkeiten zur Prämisse hat, eine Veränderung anzustreben. Einen Wandel im Sinne der sozialen, ökologischen, ökonomischen Sphäre für alle. Man kann es Gemeinwohl nennen. Man kann es „nachhaltig“ nennen. Kommt es doch auf das Gleiche hinaus. Sind also Prämisse und Sichtweise entpsrechend miteinander verschrenkt, schenkt man sich Selbst eine sinnvolle Tätigkeit. Sinnvoll im Sinne alles Lebendigen. Auch wenn man sich toten Geld-Schein-en auf dem Weg in eine bessere Zukunft behilft. (?)

In gewisser Weise sind wir also dazu verdammt uns dem Geld als Mittel zu bedienen. An sich ist erst ein mal nichts schlecht an Geld. An einem Schuld-Geld-System schon. Aus dem ganz einfachen Grund, weil es im Ursprung auf Ungleichheit und Ausbeutung vieler im Sinne einiger weniger ausgerichtet ist. Was in zwei Sätzen zu sagen ist, hat eine ganze Welt verwandelt. Warum dann nicht auch in Drei Sätzen neuen Wandel einrichten? 😉

Nutzt man das Gleitmittel Geld als Übergang(slösung), um sich der Möglichkeiten des Systems zu bedienen..für die Errichtung neuer Bedingungen…einer neuen Gesellschaftsstruktur für eine neue Welt,..in der jeder seine naturgegebenen Talente oder erworbenen Fähigkeiten zum höchsten Wohl aller in der Gemeinschaft beiträgt –> Nun. Dann handelt man integer (moralisch sauber) und nicht als imperialistischer Abtreter nicht gewählter Verräter. Später später später… gibt´s dann auch wieder Licht im Dunkeln, lässt´s munkeln.

Es gibt schon unzählige Alternative Möglichkeiten innerhalb des Systems, die auf reformierende Weise oder progressive Weise eine andere Zukunft anstreben. Ob das FoodCoops, Zulawis oder Bioläden sind, um mal in der Sphäre der körperlichen Nahrung zu bleiben. Da „lohnt“ sich das genause hinsehen beim erfüllen der ureigensten Bedürfnisse doch!

 

4 Gedanken zu “Integer

  1. Geld ist ein Mittel, ein virtueller staatlicher Leistungsersatz, der die Kooperation mit Mitmenschen erleichtert. Ungerecht ist seine Verteilung, direkt nach seiner Produktion, (fast) ohne Arbeitsleistung und Ressourcenverbrauch. Gesetzlich privilegierte Banker produzieren neues Kontokorrent- Geld mit solventen Kreditnehmern durch den Kreditvertrag, meistens Sachvermögensbesitzer. Nur selten das Ergebnis eigener Leistungen und deren erfolgreichen Verkaufs, sondern vorwiegend Erbschaften und leistunslose Einkommen aus Grundbesitz. Geld als virtueller Leistungsersatz ist eine famose Idee, nur seine primäre Verteilung sollte gerecht erfolgen, an jeden Bürger in gleicher Summe, vor jeder Leistungserbringung und deren Angebot an die Mitmenschen.

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    1. Servus Alfred! Danke für deinen Kommentar. Virtueller staatlicher Leistungsersatz -> Könntest du genauer ausführen, was du damit genau meinst? Flüssiges Vertrauen in einem bestimmten Maßstab? 🙂 Wenn du den Staat dabei erwähnst, bringt mich das zu den Zielen des Staates. Welche Ziele verfolgt der Staat akuell / sollte der Staat verfolgen, deiner Meinung nach?
      Das du und ich es so sehen, dass Geld ein Mittel ist, heißt ja nicht, dass (vorallem) diejenigen die sich der ungeheuren Anhäufung davon verschrieben haben genauso sehen oder? Also das ähnelt ja eher einer Anbetung als allem anderen. Wie objektiv lässt sich Geld wirklich betrachten? Erzeugt nicht die eigene Zuschreibung schon derselben Wirkung? Was nicht von der Hand zu weisen ist, da stimme ich dir völlig zu, ist die Verteilung. (!). Wie könnte man das gerechter gestalten? Hast du da Ideen? LG

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      1. Servus Inspirius, whow, so viele kluge Fragen. Über die denke ich seit 15 Jahren intensiv nach. Zu einigen habe ich vorläufige Antworten, die m.E. diskussionswürdig wären. Nur geht dies nicht hier. Da ich einige Texte dazu, eine allgmeine Handlungstheorie und ein E-Book geschrieben habe, habe ich einiges anzubieten. Sende mir eine Mail und ich schicke Dir etwas zu Deinen Fragen. Dan freue ich mich auf Deine Ergänzungen, Anregungen und Kritiken. Das gilt auch für jede Andere, die Interesse hat. Viel Freude weiterhin wünscht Euch Alfred.

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  2. Hehe Alfred. Ich bin’s Felix – aus dem Crummen Eck in Halle. Deine Theorien hast du mir schon einmal gegeben. Ein Grund mehr, sie mir wieder ein mal hervorzuholen. Ich hoffe, ich habe sie noch auf meinem Laptop!
    15 Jahre Gedanken dazu sind eine Wahnsinns Leistung!
    Das sich in diesem Feld etwas verändert ist so wichtig. Und ich glaube auch, dass fängt mit dem Bewusstsein zu und über Geld sowie daraus folgende strukturelle Veränderungen/Anpassungen an. Gern möchte ich dir die schon damals versprochenen Gedanken meinerseits dazu schicken. Eine gute Abwechslung zu meiner Matheprüfung zur Zeit :]

    Beste Grüße
    Felix

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