Tendenziös

Die Ökonomie ist ein geistig immanentes Gebilde, was sich abhängig von ihrem Verständnis verändert. D.h. Ein Gebilde des menschlichen Geistes, keinerlei natürlicher Gesetzgebungen unterliegend wie im Falle der Physik, sondern sich selbst kreierend in Abhängigkeit zur Festlegung der Grenzen und innersystematischen Möglichkeiten. D.h. Die Kriterien und Annahmen, denen man die Ökonomie unterwirft legen fest ob es dem Eigeninteresse Weniger oder dem Gemeinwohl Vieler dienlich ist. Eine erschaffene Tendenz vom primär geistigen Geschöpf Mensch. Welcher Tendenz unterliegt der Geist der Gegenwarts-„Ökonomie“ ?

 

Tendenziös

Das Adjektiv tendenziös bedeutet „befangen“, „voreingenommen“, „vorurteilsvoll“. Der Gebrauch ist meist abwertend. Passende Gegenworte sind etwa „objektiv“ oder „sachlich“.

Tendenziös können vor allem in der Öffentlichkeit getätigte Aussagen sein, zum Beispiel im Rahmen eines Fernsehberichtes, eines Zeitungsartikels oder einer Rede. Berichterstattung ist tendenziös, wenn sie parteiisch ist, eine bestimmte Absicht verfolgt oder eine bestimmte Meinung vertreten wird, häufig unter dem Deckmantel vorgegaukelter Objektivität.

Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen tendere (u.a. sich angezogen fühlen) ab

Der Artikel ist ob seines tendenziösen Untertons kaum mehr ernstzunehmen.

Seine tendenziösen Äußerungen werden von der Regenbogenpresse gerne in reißerische Schlagzeilen verwandelt.

Der Witz ist das eine Mal Selbstzweck und dient keiner besonderen Absicht, das andere Mal stellt er sich in den Dienst einer solchen Absicht; er wird tendenziös.
– Sigmund Freud (1905), Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten.

Obwohl Nachrichtenmedien wie die New York Times oder die Washington Post eine strenge personelle Trennung der Meldungs- und Meinungsressorts betreiben, wird ihnen immer wieder von konservativen Gegenmedien vorgeworfen, sie berichteten tendenziös.
(Oskar Piegsa (2009), Rechte Erfolge im Medienkrieg, Zeit-Online 22.01.2009)

 

Ist eine plurale Ökonomik erforderlich um dem Zeitgeist der „Wirtschaft“ die nötige Tendenz zu verleihen? Wird eine solche neu verstandene Ökonomik dem heutigen Menschen gerecht? Ist der Mensch ein mehrdimensionales Wesen? Sollte es jeder Gemeinschaft gestattet sein ihr eigenes Verständnis von „Wir t Schaft“ zu haben und sich danach zu organisieren? Untergräbt „Globalisierung“ eine dem Leben dienliche, vernünftige Art und Weise des miteinander Tauschen und Lebens? Was ist fairer Handel?

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