Musik

Undenkbar: Es herrscht Krieg. Ausnahmezustand.

An vielen Orten auf der Welt findet genau das statt, abseits der Massenmedien, nur wenigen bewusst.

Ich überlege, wie es sein muss mit dem Gedanken zu leben, von lautem Geräusch in der Nacht aus dem Bett geweckt zu werden. Die Unsicherheit, nicht zu wissen, wie weit weg die Bombe eingeschlagen ist. Flugzeuge schwirren in unregelmäßigen Abständen über dem Viertel.

Als ich heute mit den Kollegen aus der Sporthalle kam, tönte eine laute Sirene. So eine wo irgendjemand scherzhafter Weise sagen würde „Oh hör mal, die Russen kommen“.

Fuck you.

Die Russen werden zwar gerade in der Presse zum Oberbösewicht der Welt erklärt aber wirklich Kriegstreibend sind einzig und allein die USA. Ein Imperium, was dem wirtschaftlichen Niedergang entgegenläuft, wenn ihr mich fragt. Okay, die Nordkoreaner sind auch übel dran und übel drauf. Das scheint weit weg zu sein. Ich spiele mit asiatischen Freunden zusammen Basketball und in letzter Zeit mehren sich so kleine dumme Kommentare mancher Spieler. Ziemlich unnötig, diese Anspielungen, wenn man bedenkt dass die meisten hier in Deutschland groß geworden sind oder gebürtige Chinesen sind. Also mit Korea an sich erst einmal rein gar nichts zu tun haben…

Aber das sind genau die Anfeindungen und kleinen Sticheleien, die zu großen Konflikten führen. Ungelöst schweben sie in der Luft und bei nächster Gelegenheit kommt noch ein mal eine Kleinigkeit dazu und dann hier und da noch ein mal und fertig ist Rassismus. So unglaublich dumm. Dummheit ist derzeit anscheinend eh DAS Markenzeichen mit dem man sich schmücken muss, um dazu zu gehören; Politik, Medien, Gruppenzwiste, Menschen,… es ist auffallend und nervt mich gewaltig. Vor allem das eeewige Trara der Rechtspopulisten, so viel Dummheit auf einem Punkt, da sehe ich mir lieber das neue Musikvideo von TokyoHotel an, da sind wenigstens schöne Bilder zu sehen, ab und zu. Ich sage oft etwas, wenn mir etwas auffällt aber in letzter Zeit, lasse ich es meistens gut sein. Es vergeudet Kraft, da es doch nicht vordringt. Im schlimmsten Fall, schürt eine Einmischung in so einen Konflikt das Feuer und man hat nichts gekonnt, weniger als nichts. Es ist verflixt verfickt.

 

Wenn ich dann so mit dem Fahrrad nach Hause schiebe und Kopfhörer im Ohr stecken habe, weiß ich warum ich Musik so liebe. Sie teilt sich mir auf eine Art und Weise mit, die so eingehend und bewegend ist, dass ich den Mund öffne und laut atmen muss. Die Gewaltigkeit mancher Interpreten, und hier ist der Unterschied zu Gewalt, ist so Groß verbunden mit Kunst und Hingabe, dass die Großartigkeit bis in die letzten Winkel der Seele reicht und sie mit einem Glanz erfüllt, der gewaltig, so gewaltig.. und wunderschön ist. Danke gute Musik.

 

 

PS: Dauerschleife und laut –> Forest of Gold – Maze

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