Was sich wirklich (aus)zahlt

Letzend-Endes zählt das Zähl-bare

Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt. (Oscar Wilde)

Wenn das Erbe am Weihnachtstisch besprochen wird, weiß man wie es um das „Flair“ steht. Es geht ums Geld, um den Besitz um Schotter und die Ego´s – Das, was man glaubt, zu sein.

E-go = Einbildung to go

Was bleibt, wenn man geht? Das Materielle, ja. Das, was man hinterlässt, ja.

Ist das was man hinterlässt wertvoll ? Was ist wertvoll ? Was ist es auf dem Markt wert? Wofür kauft dir das jemand ab? Das kauf ich dir nicht ab. Der Markt ist keine institutionalisierte Nächsten-Liebe. Höchstens institutionalisierter Leistungs-Aus-Tausch. Liebe gibt ohne Bedingung. Markt gibt für Geld und nimmt gegen Geld. Markt ist abhängig und rahmenbedingt – ist künstlich, schafft V-Ertrag.

Institutionalisierte Liebe hätte mit Geschenken zu tun, freiwilligen Gaben, in Ein-Verständnis, bestenfalls selbst ge-macht – von Herzen komm-end.

Macht endet mit ihrem Anfang in Bedeutungslosigkeit mittels Streit.

Liebe gebiert sich selbst und regiert unsichtbar in Ewigkeit.

Kein ökonomischer Systemzwang oder gar Arbeits-Sklaverei, keine Mehrwert-Abschöpfung zugunsten Priveligierter selbsternannter Eliterei, keine künstliche Verknappung Luft-erschaffener Zahlungsmittel-Schein-Heiligerei. Lästerei!

Markt ist nicht lieberal

Das Haus, das Geld, die Garage, der Garten?

Was ist mit der Liebe, die man hinterlassen hat?

Man kann Liebe vererben? Wieviel? Was kann ma sich davon kaufen? Kann man damit angeben?

Wenn ich mich an mein Großmutter erinnere ist da viel Liebe. Viel Gutmütiges und Familiengefühl. Mein Opa dagegen hat sich anders ausgedrückt. Groß in Ego und talentiert im Umgang mit Geld, das was sich „armortisiert“.

Die Begriffe Amortisation und Amortisierung (von französisch amortir, ‚tilgen‘) umfassen mehrere Bedeutungen. Die gebräuchlichste bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden. Die Dauer dieses Prozesses wird Amortisationszeit bzw. Amortisierungszeit genannt.

(Wikipedia)

Aber auch in Tradition und Absicherung groß. Die Rollen waren klar aufgeteilt zwischen den Großeltern. Heutzutage ist das anders, moderner, wie man es nennt. Heutzutage scheint Liebe oft nicht viel „wert“ zu sein. Was zählt ist, was dabei rumkommt, was sich rechnet. Lässt sich Liebe aufrechnen? Gerade zur Weihnachtszeit ist mehr besser als weniger? Geldgeschenke erfreuen sich echter Beliebtheit. Schnell gemacht, so ein Schein.

Wann bekommt man die Quittung?

Ist das Leben ein Amortisationsprozess?

Bedingungslose Liebe kommt nicht von Amor.

Die Liebe siehet durch die Phantasie,
Nicht durch die Augen, und deswegen wird
Der goldbeschwingte Amor blind gemalt.
Geflügelt ohne Augen deutet er
Der Liebe Hastigkeit im Wählen an;
Und weil sie leicht verlässt was sie erkohr,
So stellt man ihn als einen Knaben vor;
Wie Knaben oft beym Spiel meineydig werden,
So scherzt des Knaben Amors Leichtsinn auch
Mit seinen Schwüren.

(Shakespeare – Sommernachtstraum)

 

Wenn man nichts echtes, nichts tiefgehendes über seinen Enkel weiß. Was er genau macht, warum er das macht, was ihn interessiert, was ihm wichtig ist, wieso er sich für dieses oder jenes entschieden hat. Wenn man das alles nicht über ihn weiß und ihm einen Schein überreicht – dann ist es tatsächlich nur Schein. Ein Schein, der verdeckt, dass es sich hier um eine Ersatzleistung handelt. Ein Ausweichmanöver der Zufriedenstellung. Der echte Wert bleibt auf der Strecke. Der Echte Geist der Weihnacht, Christi Geburt und alle damit verbundene Weisheit bleibt verborgen, weil man nicht kapiert hat, was Liebe ist. Absicherung ist notwendig und wichtig. Familientraditionen sind wichtig. Mittel zum Leben ist wichtig. Ein Haus über dem Kopf ist wichtig. Kleidung ist wichtig. Essen und trinken ist wichtig.

Liebe ist nicht lebensnotwendig – sondern Bedingung(slos).

Letztend – Endes zählt das was Liebe schenkt. Was man an Liebe geschenkt hat. Was man an Liebe schenken wird. Die Frage lautet nicht wer, wo und auch nicht wann. Die Frage lautet: Wie oft ? Wie oft hast du geschafft Hass in Liebe zu transformieren? Wie oft hast du geschafft über deinen eigenen Schatten zu springen? Wie oft hast du geschafft den Menschen dir gegenüber nicht zu verurteilen sondern zu lieben? Wie oft bist du wirklich Mensch gewesen anstatt Maschine in dieser Gesellschaft? Wie oft hast du deine Gehirnhälften in Einklang gebracht? Wie oft hast du zur Harmonie auf diesem Planeten beigetragen? Wie oft hast du von Herzen gegeben? Wie oft hast du eine gute Tat getan? Wie oft hast du geholfen? Wie oft hast du Mitgefühlt, anTeil genommen? Wie oft hast du dich ernsthaft bemmüht? Wie oft hast du den Moment gelebt? Wie oft hast du gemacht was du wirklich wolltest? Wie oft bist du du selbst gewesen? Wie oft hast du getanzt? Wie oft hast du dich bedankt? Wie oft hast du wirklich gelebt?

 

Was bleibt?

 

 

 

 

 

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