Harmoniell

Ist Leidenschaft nicht auch das und besonders das, was man wirklich will, also was man beispielsweise machen will? Würde man vielen Menschen die Chance geben, einen Wunsch frei zu haben, den sie auf einem Wunschzettel notierten, müssten sie, würde man annehmen, tief in sich gehen. Was würden Sie aufschreiben?

Würde einem auffallen, dass die wenigsten das tun wollen/wuerden, für was sie eine Leidenschaft haben/hegen oder worauf ihre Neigung sie hinweist?

Also es ist doch sehr entscheidend, was dort auf diesem Wunschzettel stehen würde oder?

Was ist es, das dir heutzutage so viel Zeit nimmt, zu tun, was du eigentlich wirklich willst? Was willst du wirklich? Was wünschst du dir dir wirklich?

Wie entscheidet ein Großteil der Menschen heutzutage über die Art und Weise wie sie ihre Zeit verbringen?

Letztendlich fügt sich das Subjekt zu oft einem gefuehlt objektivem Zwang, der formvorgebend sein Schicksal bestimmt und die Gesellschaft zu grossen Teilen mitkreiert.

Ein Subjekt sollte in der Lage sein, den Raum der es umgibt, zu krümmen. Ein Subjekt kann die Realität biegen, indem es denkt, fühlt und entschieden handelt.

Ein Raum bestimmt die Richtungen in denen sich das Subjekt bewegen kann. Der „Raum“ legt also Alternativen fest, eröffnet Wegen die Gangbarkeit oder verengt/sperrt Zugänge, schafft Bedingungen.

Beides wirkt IN-einanderüber.

Lässt Mensch zu, dass der ihn umgebende Raum ihm Gewalt antut, so hat er sich diese Wände selbst geschaffen. Zu aller Traurigkeit dieses Vorgangs ermuntert die Tatsache, dass Menschengemachtes nicht frei von Fehlern ist, korrigiert, verändert, umgewandelt werden kann. Was ist die elementare Voraussetzung für Veränderung? Erkennen, dass sie nötig ist. Erkennen der Notwendigkeit, viel Licht ins Dunkel bringen. Dann? Ein Zuerkennengeben der Möglichkeiten ist auch Aufgabe der Kunst, nicht? Sich über die Zustände zu erheben, ermöglicht ein Neuausrichten. Die Richtungen, die bis dato nur in der Imagio, in der Fantasie erhalten sind, bieten Anreicherung zur Umsetzung. Realität wird bestenfalls das, worauf sich einige viele geeinigt haben. Schlechtestenfalls, worauf sich einige wenige haben verblenden lassen. Anreichern kann Kunst leisten über Lyrik, Malerei, Tanz, Theater, Plastik, Musik und alles was Reich an wertvoller Antithese zur Gesellschaft ist. Denkt der Kunstschaffende die Gesellschaft im Material nicht mit, wird seine Autonomie im Kunstwerk zur Farse. Kunst hat die Aufgabe den Glanz der Utopie und wenn es nur für einen Moment ist, aufblitzen zu lassen.

 

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Hinzu kommen Regeln, Kompositionen also Formgesetz – das Formierende Prinzip, WIE wird geformt – das ästhetische Moment der Form, lässt sich nicht alleine auf das Material reduzieren.

Dis-Harmonie – dem Material wird etwas angetan.

Harmonie – das Material erklingt auf „natürliche“ Weise. Es wird ihm nichts angetan, höchstens Bedingung geschaffen.


Welcher Korpus verschafft der Melodie zum Klang, nicht zum Krach oder Erschlaffen?

Welche Musik entlockt dem Tanz rhythmische Bewegung, kein Getolpere ooer Randale?

Welches Orchester muss zusammenkommen, damit ein Konzert ertönt, wozu alle ihren Tanz finden können?


 

 

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