Warum gibt es nichts umsonst?

Faz – erklär mir die Welt !

TAZ Artikel Wirtschaften

„Wirtschaften heißt wählen“ ! heißt:“Alternativkosten“ heißt: „Opportunitätskosten“

Soso, der Unternehmer, die „Wirtschaft“ wählt also aus, entscheidet was mit der Arbeit des Menschen (Aufwand) und den Materialien entstehen soll.

„Mit eherner Gewissheit steht das Blech der Kühlerhaube eines straßentüchtigen Autos nicht mehr zur Verfügung, damit andere Hersteller daraus etwa Spielzeugautos bauen könnten. Und weil das so ist, gibt es nichts umsonst. Keine Straßenautos und keine Spielzeugautos. Und auch sonst nichts.“ (Frankfurter Allgemeine Artikel)

Das Gewordene ist geworden. Gewordenes wurde geformt. Geformt wurde durch was? Geformt wurde durch Arbeit(Mensch), Material und -> KreditGeld.

Verformte Erde durch etwas, das man Geld nennt, hinterlässt verbrannte Erde? Das Gewordene im Hier und Jetzt jenseits von Gut und Böse? Eine Form von Gewalt ist diesem Wirtschafts-Prozess inhärent. Was ist die Invariante? Die ZEIT.

Was tut die Gewalt, wie sieht sie aus diese Gewalt, die dem Prozess des Gewordenen inhärent ist? Sie drückt, sie presst hervor, verengt den Raum der Zukunft auf einen Tunnel ohne Sicht.

Kredit ist ein Versprechen auf Zukünftiges, auf später Gewordenes. Es vermittelt die Oikodizee.

[Oikodizee(oikos = „Haus“, „Hauswirtschaft“ und díke „Gerechtigkeit“) ist eine Begriffsschöpfung von Joseph Vogl. Der Begriff der Oikodizee bezieht sich auf die ökonomische Sphäre. Vogl beleuchtet in seinem Buch „Das Gespenst des Kapitals“ aus geisteswissenschaftlicher Sicht kritisch das wirtschaftliche und insbesondere das finanzwirtschaftliche System und beschreibt das Phantasma der Oikodizee.[1]

Oikodizee beschreibt die Vorstellung, dass trotz aller Krisen die Märkte ausgleichend, selbstregulierend und gerecht wirken. In Anlehnung an den Begriff der Unsichtbaren Hand, den Adam Smith prägte, drückt Oikodizee aus, dass die Wirtschaftsordnung als eine Art selbstregulierendes Naturgesetz fungiert und die individuellen und egoistischen Interessen zum Gemeinwohl den Markt ausgleichend beeinflussen.[2]

Die Oikodizee beschreibt zudem den immateriellen und imaginären Teil des Wirtschafts- und Finanzkosmos, den Ökonomen konstruieren und der erst seit der Aufhebung der Deckung von Warenwert zu Geldwert existiert. Damit ist im Begriff Oikodizee auch eine Kritik am bestehenden System enthalten. Es funktioniere, obwohl es zum Teil jeder materiellen Grundlage entbehre, weil die Menschen daran glauben. Jedoch nicht nur den Glauben, auch den Handel mit immateriellen Werten in der Finanzwirtschaft selbst setzt Vogl mit der Oikodizee in einen religiösen Kontext. Vogl lehnt sich damit an den im frühen 18. Jahrhundert von Gottfried Wilhelm Leibniz geprägten Begriff der Theodizee an, welcher die Rechtfertigung Gottes beschreibt.[3] Diese Denkschule geht davon aus, dass obwohl Gott allmächtig ist, er Leid und Übel zulässt. Denn letztendlich führen sie zum Wohle aller und sind somit gerechtfertigt. Damit ist Oikodizee eine Symbiose von wirtschaftswissenschaftlichen und religionswissenschaftlichen Begriffen und weist damit Parallelen zu der Ökonomie und religiösen Vorstellungen auf. (Wikipedia)]

 

Einmal Gewordenes ist nicht rückgängig zu machen, es ist irreversibel. Wen wundert´s, dass Wunder geschehen durch graue Herren Hände? Tipp, Tipp, Klick, Klick.

Eine theoretische Einhegung der Wirtschaftswissenschaften in unternehmerische Vernunft sowie eine praktische Umsetzung dieser „Rationalität“ durch trainierte Affe(n)ktierte produziert,-wie man so „schön“ sagt, einen Großteil unserer heutigen Welt.

Irreversibel einmal durch die Enge, einmal durch den Tunnel eröffnet ein breeites Feld für mathematische Genauigkeiten des Irrsinns, der sich dadruch tarnt, dass er formellen Beweis dafür liefert echt zu sein.

Zu welchem PREIS? Wer bezahlt die Alternativkosten dafür?

„Hinter jedem Preisschild im Schaufenster stehen die Wahlmöglichkeiten, auf die eine Gesellschaft verzichtet hat, um ebendieses Produkt zu erzeugen.“ (FAZ)

“ In den Wahlakten des Marktes setzt sich etwas anderes durch: die Entscheidungen, für die eine Gesellschaft den Alternativpreis zu zahlen bereit ist, der sich im Wettbewerb mit anderen Vorstellungen von wünschenswerter Mittelverwendung herausgebildet hat. Wenn Ressourcen versteigert werden, setzt sich ein Marktprozess in Gang. Dabei werden versuchsweise Preise aufgerufen. Am Ende aber wird der Preis gezahlt, der sich im Urteil des Meistbietenden durchsetzt. Das ist der jeweilige Alternativpreis. Der Meistbietende ist derjenige, der dafür einsteht, dass die allerhöchsten Alternativkosten für eine Ressourcenver(sch)wendung gedeckt sind. Eine Gesellschaft, die sich für die Bedarfsdeckung über den Markt entscheidet, hat daher kein Recht, ihm den Zugriff auf eine entsprechende Ressource zu verweigern.“

„Der Markt ist der Ort des Tausches von Gütern und Rechten, denen die Menschen einen Nutzen beimessen. Für Dinge, die nicht knapp sind, bilden sich keine Märkte. “


 

„Dem Ökonomen erscheint die Welt im Lichte der Knappheit. Das Licht weist den Weg zur Effizienz: Es geht darum, aus gegebenen Mitteln – oder auch aus Mitteln, die es noch nicht gibt – das zu machen, was den Menschen als das Wünschenswerteste erscheint. Auch in reichen Gesellschaften ist daher unabänderlich mit Knappheit zu rechnen. Ob arm oder reich: Es gilt, im Gedankenspiel der Wahlmöglichkeiten die Kosten gegen den Nutzen zu setzen und die Kosten- und Nutzenverhältnisse im Raum der Möglichkeiten zu nutzen.“ (FAZ)

Das Licht am Ende des Tunnels – Effizienz. Dort wollen sie alle hin. Einst sagte Jemand berühmtes ein Reicher passe nicht durchs Nadelöhr, dem Kamel ginge es anders. Die Dichter dichteten es um in Licht und Effizienz, es mache das Loch Größer und hindurch kämen nur die Größten. Ist das Licht Knappheit, bedeutet die Wahl immer vermessene Messung. Mit welchem Maßstab? Was ist wertvoll genug? Wert als ökonomische Kategorie? Dann ist Effizienz König und der Rest arm. Nur armseelig am Ende wer? Wer passt durch das Nadelöhr?

Vergisst das „Gedankenspiel der Wahlmöglichkeiten“ jene Möglichkeiten die sicht nicht durch ökonomische Sphäre beleuchten lassen, vergisst dieses Gedankenspiel jene Möglichkeiten, die sich nicht durch Kosten – und Nutzenverhältnisse bestimmen lassen, dann folgen diese Gedanken einer inhärenten Logik – Einer Logik der formvorgebenden Gewalt. Logisch nicht?

Vergessen und verloren gehen Alternativen.

Vergessen und verloren gehen vielfältige Ansätze.

Vergessen und verloren gehen Vorstellungskraft für mögliche gemeinnützige Lebenswelten.

Aus dem Auge verlieren darf man die Visionen nicht.

Oder geht kein Weg am System vorbei? Mittendurch? Mittendrin?

Es gibt kein richtiges Leben im Falschen? (Adorno)

Fluide Kraft der Vorstellung kann nur frei von voreingeengten Tunnelblicken fließen.

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