Mein Ausdruck

Ich verbinde „Kunst“ nicht mit Kunst, in dem Sinne, dass ich auf irgendetwas abziele. Ich drücke mich aus. Das ist im Grunde schon alles.

Egal wie man sich ausdrückt, es bleibt, je nach Wesenszug, ganz individueller Ausdruck.

Das ist es, was echte Farbe in die Leinwand der Gegenwärtigkeit malt.

Nicht Hippohippstertum, nicht Egomanenhübscherie, nur Selbst.

Das Selbst muss dafür notwendigerweise freigelegt werden. Im Heute ist das,…herausfordernd.

Fördert ein Mensch einen besonders neuen, also bestenfalls seinen Wesens-Eigenen Ausdruck zu Tage, mag dies mitunter als Kunst verstanden werden.

Spätestens wenn das kapitalistische Heute, das Kunst-Gewerbe also, im ästhetisch geformten Wert und Vermarktung wittert, spätestens dann gugelt es dem Geschaffenen – nennen wir es Werk oder Kunstwerk, seinen Preis über. Damit versucht sich das kapitalistische Heute das neu Geschaffene anzueignen. Geschieht dies zu schnell, denn verhindern lässt es sich kaum, dann verliert das Werk die nötige Atem-Luft um dem Bewusstsein vieler zu Gute zu kommen. Es wird zu schnell erstickt, vom ölig dickflüssigen Strom des kapitalistischen vorgehens. Nach diesem vorgehen, dieser Art und Weise des Kapitalismus bleibt nur verbrannte Erde, zu oft wortwörtlich. Nach diesem kapitalistischen Heute bleibt zu wenig übrig vom erweiternden Geschenk der Kunst. Ein hoch auf die Orte, an denen Kunst geschieht, ohne sich im Dunst der Zeit zu ersticken ❤

Sich selbst zu lieben, äußert sich auch im Umgangs-Ton mit anderen.

Irgendwie logisch, irgendwie auch nicht. Denn Logik hat hat viele Gesichter. Was ist dein echtes ? Vorausgesetzt, du erkennst dich in anderen wieder.

Jetzt Jetzt Jetzt.


 

Wieviel ist „eigener“ Ausdruck und wieviel „fremder“ ?

Wieviel von dem Angelesenen, Gelernten, Erworbenen ist „eigen“ ?

Was ist das ganz Eigene und gibt es das überhaupt?

Oder ist es das Zusammenspiel von allem, das auf die eigene Weise funktioniert, und so nicht noch einmal zu finden ist?

Was ist mit Gemälden von dem berühmten Kunstfälscher? Er hat berühmte Werke von Malern so nachgemalt, dass Kunstkritiker sie nicht unterscheiden konnten. Es sind kopierte Techniken mit genau denselben Farben wie vor 100 Jahren. Kopien erschaffen nichts neues. Den Stil kann man kopieren aber eben nur das. Eine meisterliche Fähigkeit zu kopieren und nachzuahmen bringt noch keine Kunst hervor. Individualität schon ein mal gleich gar nicht. Wobei man ihm zu Gute halten muss, dass es vor ihm noch keiner so gut konnte und auf diese Art & Weise gefälscht hat. Meisterlich. Moralisch armseelig.

Wenn es nur auf ein besonderes Zusammenspiel ankommt, ist auch der Meisterfälscher ein Künstler aufgrund seiner Individualität.

Braucht Individualität dann auch Moral ?

 

 

 

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